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Alb-Bienenzüchterverein

Gerstetten e.V.

         

Die nächsten Termine

Freitag 24.1.2020  19.00 Uhr Monatsversammlung im Bahnhotel in Gerstetten Vortrag von Josef Mühlberger, LRA  HDH Thema:  Aktuelle Anforderungen für Betriebsräume und der Honigkennzeichnung

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Termine 2020

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Imker der Ostalb über das Insektensterben beunruhigt. 9.11.2019

Anette Lindenmaier bei der BegrüßungEin gutes Drittel ihrer ursprünglichen Bestände habe  die Insektenwelt im letzten Jahrzehnt eingebüßt, so schätzen die Fachleute die Misere ein und schlagen Alarm. Ganz im  Zeichen dieser Problematik stand der Kreisimkertag, zu dem der Alb-Bienenzüchterverein Gerstetten zusammen mit  dem Bezirksimkerverein Heidenheim am Samstag 9.11.2019 in die Hofschenke „Zum schwarzen Beck“ nach Dettingen eingeladen hatte.  Wenn es den Imkern um das Schicksal ihrer „Honigmacher“  geht, haben sie auch die bedrohten Wildbienen im Auge, deren Zahl auf 500 Arten geschätzt wird. Auch Hummeln  und Wildbienen sind wichtige Pflanzenbestäuber. Fachleute nahmen hierzu Stellung.  Den Vorträgen schloss sich eine Podiumsdiskussion an.
Das Thema hat nicht nur für die Imker großes Gewicht. Auch Roderich Kiesewetter MdB, Martin Grath MdL und fünf  Bürgermeister aus dem Kreisgebiet waren zum „Bienengipfel“ nach Dettingen gekommen, den Ortsvorsteherin Anette Lindenmaier eröffnete.

Aktuelle Bedeutung erhielt die Veranstaltung durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, das für Willi Miller, den Vorsitzenden des Alb-Bienenzüchtervereins, und seinem Kollegen Claus Fähnle,  zu einseitig ausfällt.

Das Problem entbehre einer sachlichen Grundlage. Darum bemühte sich zunächst Dr. Werner Mühlen, Biologe und Ethologe (Münster) mit der sich selbst gestellten Frage „Wenn sich Bienen was wünschen könnten“. Darauf hatte eine Galerie bienenfreundlicher Pflanzen bereits Auskunft gegeben, die die Imker am Eingang der Halle aufgebaut hatten. Für  Mühlen gibt es weder gute noch böse Pflanzen. Nicht einmal die so oft gescholtenenen Thujen  seien böse. Stattdessen wünsche sich die Biene eine Vielfalt an nachhaltig wachsenden Blumen und Gehölzen. Steingärten lehnte Mühlen ab, Gabionen und Mauerareale aber könnten durchaus sinnvoll sein. Eidechsen und wärmeliebende Käfer fänden dort Heimat. Wie insektenfreundliche Biotope aussehen können, demonstrierte Thomas Lehenherr, an Beispielen der für ihre Biodiversität mehrfach prämierten Stadt Saulgau. Tümpel und Bachläufe wurden dort renaturiert und bepflanzt, Verkehrsinseln zum Blühen gebracht und Dauerwiesen angelegt. Der Erfolg nach 25-Jahren :  Der Eisvogel ist wieder da, 24 verschiedene Vogelarten stimmen ihre Lieder an und 17 Storchenpaare bereichern den Himmel über der Bäderstadt. 


Der Bauer ist  kein Alleinschuldiger

Sechs Sessel standen für die Podiumsdiskussion bereit, die Thomas Zeller, der Chefredakteur der Heidenheimer Zeitung, moderierte. Hubert Kucher, vom Bauernverband Ostalb-Heidenheim, hielt das Artensterben für ein komplexes Thema, an dem der Bauer keinesfalls die Alleinschuld trage. 400.000 Kühe gebe es im Land, aber auch die Immissionen von sechs Millionen Autos und jeden Tag würden sechs Hektar Landschaft für bauliche Zwecke „zubetoniert“. Dr. Werner Mühlen wollte im Bauern, der nur ein Prozent der Gesamtbevölkerung ausmache,  kein Feindbild sehen. Verursacher ist für ihn „der Kunde, der ein Schnitzel isst“. Wir leben, als wäre nichts passiert, meinte er. Wir müssten erst wieder die Tugend der Bescheidenheit erlernen. Für Dipl. Biologe Georg Krause sind die Handelswege zu sehr vernetzt. Bio-Milch beziehe man aus Österreich, Milch werde nach China verschifft und was die Pestizide anbetreffe, so habe man früher auch ohne diese Präparate leben können. Dem wollte Kucher nicht folgen. Die Umstellung auf Bio wäre für uns Bauern ein Leichtes meinte er, „wenn der Absatz gesichert wäre“. Dr. Mühlen empfahl eine differenzierte Betrachtung der Agrar-Chemie und verwies auf die riesigen Flächen, die die Flurbereinigung geschaffen habe.“Ohne Chemie  würden die Schadinsekten da förmlich explodieren“. Auf den Flächenverbauch der öffentlichen Hand sprach Thomas Zeller den Vertreter des Landratsamts, Georg Feth an.  Feth, der das Volksbegehren begrüßte, es gleichzeitig aber auch für bedenklich hielt, verwies darauf, dass das Kreisgebiet zu 90 Prozent im Wasserschutzgebiet liege. Die Folge seien  strenge Auflagen. Für ihn liefert die Landwirtschaft in der Bio-Musterregion des Landkreises  „beste Lebensmittel“. Steingärten würde Thomas Lehenherr zunächst nicht verbieten. Unkrautjäten sei unbequem, überzeugen aber könne man die Leute vom Nutzen eines blühenden Gartens. Krause bekräftigte dies. Für  Dr. Mühlen ist es sogar Pflicht, den gepflegten Wildgarten als schön zu empfinden. Beim Thema Chemie regte sich Kuchers bäuerliches Herz. Er brauche als Nutzer von Agrarchemie eine Ausbildung und dürfe die Präparate nur in feinsten Dosierungen anwenden,  in privaten Gärten werde hingegen Glyphosphat mit der Gießkanne ausgebracht. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wurde dem Publikum Gelegenheit für Fragen und Meinungsbeiträge gegeben.  (bi). 

Podiumsdiskussion von links: Kreisverwaltungsdirektor Georg Feth, Diplom-Biologe Georg Krause, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Ostalb-Heidenheim Hubert Kucher, HZ-Redaktionsleiter Thomas Zeller, Umweltbeauftragter der Stadt Saulgau Thomas Lehenherr, und Dr. Werner Mühlen vom Bieneninstitut Münster/Westfalen.

  

Waldbegehung

Am Donnerstag  6.6.2019 waren die Imker des Kreises Heidenheim bei Ballendorf-Mehrstetten bei einer  Waldbegehung unterwegs. Ziel dieser Begehung war festzustellen, wie dieses Jahr der Lausbesatz an den Triebspitzen der Nadelbäume ist. Dies ist deshalb für uns Imker wichtig, weil die Population der verschiedenen Lausarten an den Nadelbäumen entscheidend ist, ob dieses Jahr vom Wald noch Waldhonig zu erwarten ist. 
Wir hatten uns dazu einen Fachmann auf diesem Gebiet auf die Alb eingeladen. Thomas Lorenz, Obmann für Trachtbeobachtung für Württemberg, begleitete uns durch den Wald und zeigte uns einige Lauspopulationen an den Austrieben der Fichten, die bei uns hauptsächlich als Wirtsbaum vorkommen. Es waren einige Populationen zu sehen, aber ob das dieses Jahr für eine Waldtracht ausreicht, das ließ der Fachmann offen. Es hängt alles vom weiteren Verlauf des Wetters ab ob sich noch in dem ein- oder anderem Waldgebiet  eine Tracht entwickelt.
Im Anschluss an die Waldbegehung trafen wir uns im Sportheim in Ballendorf zur theoretischen Nachbetrachtung des im Wald gesehenen. Es war ein interessantes Thema, das uns Imker wieder etwas tiefer in die Geheimnisse der Imkerei führte. 

Geoparkfest in Gerstetten

Die Wettervorhersagen waren alles andere als gut für den Sonntag 5.5.19. Unser Verein hat sich aber dennoch entschlossen, sich an dem Event zu beteiligen. Am Morgen haben wir unseren Stand bei Temperaturen von 4 Grad Celsius aufgebaut. Im Laufe des Tages stieg die Temperatur auf ca. 9 Grad Celsius an. Bis auf einen Graupelschauer am Nachmittag sind wir von Regen verschont worden. Am Ende waren sich alle einig, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Es kamen wieder, trotz der kalten Temperatur, viele Interessierte Besucher an unseren Stand und informierten sich über unsere vielseitigen Produkte. Herzlichen Dank.

Zuchtstoff ab sofort

Ab 6. Mai ist Zuchtstoff bei Sygun Braun-Schön in Gussenstadt von unserer Zuchtkönigin erhältlich.
Termin nach Absprache, Tel. 07323/920932.

Bretzgenmarkt mit dem Tag der Imkerei, 14.4.19

Mit unserem Tag der Imkerei beim Bretzgenmarkt hatten wir dieses Jahr wettermäßig wieder Glück. Es war am Morgen beim Aufbau unseres Standes noch sehr frisch. Die Temperatur stieg jedoch zum Mittag hin an und das merkte man auch an dem Ansturm durch die  vielen Marktbesucher. 

Wir waren wieder sehr erfreut, dass unseren Stand  so viele interessierte Menschen (groß und klein) besuchten und sich Information über die Bienen holten. Wir hoffen, dass wir wieder einen Beitrag leisten konnten, der Bevölkerung zu erklären, wie wichtig die Bienen und die Bestäubung in unserem Ökokreislauf sind.
Unsere Imkerprodukte wurden natürlich auch sehr stark nachgefragt. Wir hatten Blüten- , Sommer- , und Waldhonig im Angebot der von den Wiesen und Wäldern rund um die Region von Gerstetten stammte und sehr guten Absatz fand.
Auch boten wir wieder Blühmischungen an, die nun ausgesäht werden und den Insekten zu Gute kommen.
Auch hatten wir dieses Jahr Met, Wachstücher  und versch. Imkereiprodukte im Angebot die gut nachgefragt wurden.
Auch unsere Fotobeute war immer dicht belagert,  um über die Organisation der Bienen im Stock etwas zu erfahren.  
Noch einmal herzlichen Dank für das rege Interesse der Bevölkerung von nah und fern an unserem Info-Stand. 

Gute Nachricht von Sygun Braun-Schön: Die Zuchtkönigin ist gut durch den Winter gekommen und wird von Ihren Arbeiterinnen umgarnt.

(19.03.2019)

Mitgliederversammlung am 19.01.2019 im Ochsen in Heldenfingen

Eigentlich sollte Dr. Wallner um 14 00 Uhr mit seinem Vortrag über „Bienensterben – Biodiversität“ beginnen, aber unsere A8 war wieder einmal verstopft. Somit begann unser Vorstand Willi Miller mit der Mitgliederversammlung und gab seinen Jahresrückblick an die sehr zahlreich anwesenden Mitglieder. In der Zwischenzeit erreichte auch Dr. Wallner Heldenfingen und konnte mit seinem Vortrag beginnen (siehe unten).
Nach dem Vortrag von Dr. Wallner wurde die Mitgliederversammlung mit den Berichten des Schriftführers Gerd Haberkorn und der Kassiererin Ilka Reicherzer fortgesetzt. Es wurde gut gewirtschaftet und die Kassiererin konnte von einem Zuwachs in der Kasse berichten. Sandra Wenig hat die Kasse zusammen mit Markus Pfeffer geprüft und alles in Ordnung befunden. Somit konnte Hans Beißwanger die Entlastung der  gesamten Vorstandschaft bei den Mitgliedern beantragen. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
Den Punkt Wahlen leitete der 2. Vorstand Volker Sigmund. Zur Wahl stand an der 1. Vorstand Willi Miller und ein Ausschussmitglied als Nachfolger des aus persönlichen Gründen ausscheidenden Mitglieds Günter Ilg. Willi Miller war nur auf 2 Jahre als Vorstand gewählt, weil Andreas Müller nur die Hälfte seiner 3. Amtszeit zur Verfügung stand. Willi Miller wurde einstimmig für die Dauer von 4 Jahren wieder zum Vorstand gewählt. Neu in den Ausschuss wurde einstimmig Martin Mack aus Gnannenweiler gewählt. 
Bei dem Punkt Ehrungen wurden 3 Vereinsmitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Für
   40 Jahre Erich Wolfmaier
   25 Jahre Hermann Eberhardt
   25 Jahre Michael Luehr
Am Ende der Mitgliederversammlung konnte Andreas Müller, als Leiter des Imkerlehrganges 2018, die Teilnahmebescheinigungen an 21 erfolgreiche Lehrgangsteilnehmer übergeben.
Die Bestäubung der Blüten auf der Alb ist also gesichert. Hoffentlich verbessert sich das Nahrungsangebot unserer Insekten wieder in den Fluren aber auch in den privaten Gärten, indem die Besitzer Blumen, Sträucher, Pflanzen und Bäume pflanzen die Nektar und Pollen produzieren.
Das Bild zeigt die Imkerlehrgangsteilnehmer mit ihren Urkunden.

Bienensterben - Biodiversität

Vortrag von Dr. Wallner von der Uni Hohenheim bei der Mitgliederversammlung am 19.01.2019
In Mitteleuropa gibt es ca. 560 Bienenarten die aber von Jahr zu Jahr weniger werden. ¾ der Wildbienen leben im Boden und ¼ lebt oberirdisch.
In Deutschland sind 16,5 Mio. ha landwirtschaftlich genutzte Fläche. Das sind ca. 50% der Fläche der BRD. Von diesen 16,5 Mio. ha werden 71 % ackerbaulich genutzt, 28 % sind Dauergrünland und auf 1 % der Fläche werden Dauerkulturen angebaut. 
Die häufigsten Ackerkulturen sind Getreide, auf 56 % der Ackerfläche, Mais (17 %) und Raps (12 %).
Der Maisanbau hat sich seit den 60er Jahren verfünffacht. Der Anbau von Futterpflanzen (Leguminosen) hat sich in dieser Zeit um grösser 80% reduziert. Grund für die Veränderungen waren die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Fütterung (Silage), Mechanisierung, Intensivierung, Spezialisierung und die Betriebsvergrößerungen in der Landwirtschaft.     
Ein großes Problem bei den Grünlandflächen ist die heutige Vergrasung. Das bedeutet, dass durch den ständigen Grasschnitt (wegen Silage) sich nur noch Gräser durchsetzen und die Wiesenblumen keine Chance mehr haben zu blühen und Samen zu bilden für Ihren Bestand. Dadurch wird den Insekten die dringend benötigte Nahrung (Pollen und Nektar) entzogen und sie gehen im Bestand drastisch zurück. Durch den Rückgang der Insekten werden natürlich auch andere Arten, die sich von den Insekten ernähren,  (z.B. Vögel) in ihrem Bestand dezimiert.
Dr. Wallner versuchte zu erklären, dass hier die verantwortungsvollen Landwirte zu Unrecht mit ihren zugelassenen  Spritzmitteln für den Rückgang dieser Arten verantwortlich gemacht werden. Der Wirkstoffeintrag durch Pflanzenschutzmittel findet vor allem nur während der Obst- und Rapsblüte statt. Es fehlen aber in dieser Zeit alternative, wirkstofffreie Blüten, weil auf den Grünflächen keine Blütenpflanzen mehr vorhanden sind. Dadurch entstehen keine Verdünnungseffekte. Aufgrund der heutigen Nachweisgrenzen (0,001mg/kg) können Spuren von Pflanzenschutzmitteln  auch noch im Herbst gefunden werden. Dies muss aber richtig interpretiert werden und natürlich weiter verbessert werden. (z. B. durch Fit Bee Projekt und der Applikationstechnik im Raps)
Wie kann eine Balance im Grünland erreicht werden ?
Durch wirkstofffreie Blüten von artenreichen Pflanzengesellschaften (Heubewirtschaftung)
Feldfutterbau mit Luzerne, Esparsette, Kleearten usw.
dem stehen aber die niedrigen Milch- und Fleischpreise gegenüber.
Förderprogramme für Heumilchbetriebe
Wie können Handelsriesen eingebunden werden.
Verbraucheraufklärung, welche verheerende Wirkung die „Geiz ist geil“ Mentalität auf das Landschaftsbild, die Pflanzengesellschaften, die Nahrungskette usw. hat.
Aufnahme der Thematik in die Lehrpläne der Schulen.
Wie kann eine Balance im Ackerbau erreicht werden ?
mehr Ökolandbau
Pflanzenschutzmaßnahmen auf den Prüfstand stellen
Spritztechnik verbessern  (Dropleg im Raps)
Zusätzliche Blüten durch Blühstreifen
geeignete Bäume und Sträucher am Ackerrand
Biogas aus Blütenpflanzen  (Silphie u. a. )
Früher durch die Heuwirtschaft und das nur 2- malige mähen der Wiesen, konnten  die Blumen aussamen und die Insekten sich ernähren. Diese Technik brachte den Bauern aber nur die Hälfte des Milchertrages von heute und darüber hinaus mehr Arbeit.
Es war von Dr. Wallner ein sehr guter Vortrag, der alle Zuhörer zum Nachdenken veranlasste. Der Verbraucher hat es aber auch in der Hand, durch sein Kaufverhalten mitzuhelfen, diese Situation zu verbessern.

Alb-Bienenzüchter Verein, Kreisimkertag 2.11.2018, Gasthaus Ochsen/Heldenfingen

Einen sehr guten Besuch verzeichnete der diesjährige Kreisimkertag, der dieses Jahr vom Alb-Bienenzüchterverein Gerstetten organisiert wurde. Wir konnten mit Dr. Frank Neumann vom Staatlichen Untersuchungsamt Aulendorf  (Fachrichtung Bienengesundheit) einen sehr guten Referenten gewinnen.
Das Thema des Vortrages lautete: „Wabenhygiene und Bienengesundheit – Erkenntnisse aus dem Bienenwachs-Skandal“
Damit die Bienen gesund bleiben sollte auf eine strikte Wabenhygiene geachtet werden. Für den Imker bedeutet das, dass dunkle, noch schlechter schwarze Waben, grundsätzlich aus dem Volk genommen werden. Werden  braune Nosema-Flecken an den Waben festgestellt, so müssen auch diese Waben aus dem Volk genommen, und eingeschmolzen werden. 
Kalkbrut ist auch immer ein Thema und wird durch einen Pilz, dessen Sporen auf der Wabe und auf dem Körper der Bienen sitzen, hervorgerufen. In feuchten Beuten wird das Wachstum gefördert. 
Besonderen Umfang nahm natürlich auch die Behandlung der Varroatose ein. 
Die richtige Behandlung mit Ameisensäure und Oxalsäure sollten jedem Imker geläufig sein, um seine Bienen gut über das Jahr zu bringen.

Im zweiten Teil seines Vortrages ging Dr. Neumann auf die Bienenwachsproblematik ein. Auch bei den Imkern hält die weltweite Globalisierung Einzug. Durch die wachsende Zahl der Imker in Deutschland wird auch vermehrt Wachs zur Herstellung von Mittelwänden benötigt. Dieses Wachs haben sich einige wachsverarbeitende Betriebe günstigst in aller Welt, aber vor allem in China u. Polen besorgt. Weil Bienenwachs kein Lebensmittel und kein Bedarfsgegenstand ist, gibt es auch keine gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die wachsverarbeitenden Betriebe bekamen „Bienenwachs“ das mit Stearin und Paraffin gestreckt wurde. Die Imker bemerkten den Schaden bei Ihren Brutwaben, die teilweise bis zu 90 % Brutausfall hatten. Völker wurden immer schwächer und mussten teilweise aufgelöst werden. 
Deswegen an alle Imker der Aufruf, nur Wachs von den eigenen Bienen zum Herstellen der Mittelwände verwenden. Oder man besorgt sich Wachs von einem befreundeten Imker, der eigenes Wachs übrig hat. 

Vorstand Willi Miller bedankte sich bei Dr. Neumann für den kurzweiligen und informativen Vortrag mit einem Präsent. 

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