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Termine

Alb-Bienenzüchterverein

Gerstetten e.V.

         

Die nächsten Termine

Palmsonntag 14. 4. 2019
Tag der Imkerei beim Brezgenmarkt im Hungerbrunnental
Donnerstag 6. 6. 2019 18 Uhr
Waldtrachtbeobachtung mit Thomas Lorenz
Treffpunkt: Ballendorf-Mehrstetten

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Bretzgenmarkt mit dem Tag der Imkerei, 14.4.19

Mit unserem Tag der Imkerei beim Bretzgenmarkt hatten wir dieses Jahr wettermäßig wieder Glück. Es war am Morgen beim Aufbau unseres Standes noch sehr frisch. Die Temperatur stieg jedoch zum Mittag hin an und das merkte man auch an dem Ansturm durch die  vielen Marktbesucher. 

Wir waren wieder sehr erfreut, dass unseren Stand  so viele interessierte Menschen (groß und klein) besuchten und sich Information über die Bienen holten. Wir hoffen, dass wir wieder einen Beitrag leisten konnten, der Bevölkerung zu erklären, wie wichtig die Bienen und die Bestäubung in unserem Ökokreislauf sind.
Unsere Imkerprodukte wurden natürlich auch sehr stark nachgefragt. Wir hatten Blüten- , Sommer- , und Waldhonig im Angebot der von den Wiesen und Wäldern rund um die Region von Gerstetten stammte und sehr guten Absatz fand.
Auch boten wir wieder Blühmischungen an, die nun ausgesäht werden und den Insekten zu Gute kommen.
Auch hatten wir dieses Jahr Met, Wachstücher  und versch. Imkereiprodukte im Angebot die gut nachgefragt wurden.
Auch unsere Fotobeute war immer dicht belagert,  um über die Organisation der Bienen im Stock etwas zu erfahren.  
Noch einmal herzlichen Dank für das rege Interesse der Bevölkerung von nah und fern an unserem Info-Stand. 

Gute Nachricht von Sygun Braun-Schön: Die Zuchtkönigin ist gut durch den Winter gekommen und wird von Ihren Arbeiterinnen umgarnt.

(19.03.2019)

Mitgliederversammlung am 19.01.2019 im Ochsen in Heldenfingen

Eigentlich sollte Dr. Wallner um 14 00 Uhr mit seinem Vortrag über „Bienensterben – Biodiversität“ beginnen, aber unsere A8 war wieder einmal verstopft. Somit begann unser Vorstand Willi Miller mit der Mitgliederversammlung und gab seinen Jahresrückblick an die sehr zahlreich anwesenden Mitglieder. In der Zwischenzeit erreichte auch Dr. Wallner Heldenfingen und konnte mit seinem Vortrag beginnen (siehe unten).
Nach dem Vortrag von Dr. Wallner wurde die Mitgliederversammlung mit den Berichten des Schriftführers Gerd Haberkorn und der Kassiererin Ilka Reicherzer fortgesetzt. Es wurde gut gewirtschaftet und die Kassiererin konnte von einem Zuwachs in der Kasse berichten. Sandra Wenig hat die Kasse zusammen mit Markus Pfeffer geprüft und alles in Ordnung befunden. Somit konnte Hans Beißwanger die Entlastung der  gesamten Vorstandschaft bei den Mitgliedern beantragen. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
Den Punkt Wahlen leitete der 2. Vorstand Volker Sigmund. Zur Wahl stand an der 1. Vorstand Willi Miller und ein Ausschussmitglied als Nachfolger des aus persönlichen Gründen ausscheidenden Mitglieds Günter Ilg. Willi Miller war nur auf 2 Jahre als Vorstand gewählt, weil Andreas Müller nur die Hälfte seiner 3. Amtszeit zur Verfügung stand. Willi Miller wurde einstimmig für die Dauer von 4 Jahren wieder zum Vorstand gewählt. Neu in den Ausschuss wurde einstimmig Martin Mack aus Gnannenweiler gewählt. 
Bei dem Punkt Ehrungen wurden 3 Vereinsmitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Für
   40 Jahre Erich Wolfmaier
   25 Jahre Hermann Eberhardt
   25 Jahre Michael Luehr
Am Ende der Mitgliederversammlung konnte Andreas Müller, als Leiter des Imkerlehrganges 2018, die Teilnahmebescheinigungen an 21 erfolgreiche Lehrgangsteilnehmer übergeben.
Die Bestäubung der Blüten auf der Alb ist also gesichert. Hoffentlich verbessert sich das Nahrungsangebot unserer Insekten wieder in den Fluren aber auch in den privaten Gärten, indem die Besitzer Blumen, Sträucher, Pflanzen und Bäume pflanzen die Nektar und Pollen produzieren.
Das Bild zeigt die Imkerlehrgangsteilnehmer mit ihren Urkunden.

Bienensterben - Biodiversität

Vortrag von Dr. Wallner von der Uni Hohenheim bei der Mitgliederversammlung am 19.01.2019
In Mitteleuropa gibt es ca. 560 Bienenarten die aber von Jahr zu Jahr weniger werden. ¾ der Wildbienen leben im Boden und ¼ lebt oberirdisch.
In Deutschland sind 16,5 Mio. ha landwirtschaftlich genutzte Fläche. Das sind ca. 50% der Fläche der BRD. Von diesen 16,5 Mio. ha werden 71 % ackerbaulich genutzt, 28 % sind Dauergrünland und auf 1 % der Fläche werden Dauerkulturen angebaut. 
Die häufigsten Ackerkulturen sind Getreide, auf 56 % der Ackerfläche, Mais (17 %) und Raps (12 %).
Der Maisanbau hat sich seit den 60er Jahren verfünffacht. Der Anbau von Futterpflanzen (Leguminosen) hat sich in dieser Zeit um grösser 80% reduziert. Grund für die Veränderungen waren die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Fütterung (Silage), Mechanisierung, Intensivierung, Spezialisierung und die Betriebsvergrößerungen in der Landwirtschaft.     
Ein großes Problem bei den Grünlandflächen ist die heutige Vergrasung. Das bedeutet, dass durch den ständigen Grasschnitt (wegen Silage) sich nur noch Gräser durchsetzen und die Wiesenblumen keine Chance mehr haben zu blühen und Samen zu bilden für Ihren Bestand. Dadurch wird den Insekten die dringend benötigte Nahrung (Pollen und Nektar) entzogen und sie gehen im Bestand drastisch zurück. Durch den Rückgang der Insekten werden natürlich auch andere Arten, die sich von den Insekten ernähren,  (z.B. Vögel) in ihrem Bestand dezimiert.
Dr. Wallner versuchte zu erklären, dass hier die verantwortungsvollen Landwirte zu Unrecht mit ihren zugelassenen  Spritzmitteln für den Rückgang dieser Arten verantwortlich gemacht werden. Der Wirkstoffeintrag durch Pflanzenschutzmittel findet vor allem nur während der Obst- und Rapsblüte statt. Es fehlen aber in dieser Zeit alternative, wirkstofffreie Blüten, weil auf den Grünflächen keine Blütenpflanzen mehr vorhanden sind. Dadurch entstehen keine Verdünnungseffekte. Aufgrund der heutigen Nachweisgrenzen (0,001mg/kg) können Spuren von Pflanzenschutzmitteln  auch noch im Herbst gefunden werden. Dies muss aber richtig interpretiert werden und natürlich weiter verbessert werden. (z. B. durch Fit Bee Projekt und der Applikationstechnik im Raps)
Wie kann eine Balance im Grünland erreicht werden ?
Durch wirkstofffreie Blüten von artenreichen Pflanzengesellschaften (Heubewirtschaftung)
Feldfutterbau mit Luzerne, Esparsette, Kleearten usw.
dem stehen aber die niedrigen Milch- und Fleischpreise gegenüber.
Förderprogramme für Heumilchbetriebe
Wie können Handelsriesen eingebunden werden.
Verbraucheraufklärung, welche verheerende Wirkung die „Geiz ist geil“ Mentalität auf das Landschaftsbild, die Pflanzengesellschaften, die Nahrungskette usw. hat.
Aufnahme der Thematik in die Lehrpläne der Schulen.
Wie kann eine Balance im Ackerbau erreicht werden ?
mehr Ökolandbau
Pflanzenschutzmaßnahmen auf den Prüfstand stellen
Spritztechnik verbessern  (Dropleg im Raps)
Zusätzliche Blüten durch Blühstreifen
geeignete Bäume und Sträucher am Ackerrand
Biogas aus Blütenpflanzen  (Silphie u. a. )
Früher durch die Heuwirtschaft und das nur 2- malige mähen der Wiesen, konnten  die Blumen aussamen und die Insekten sich ernähren. Diese Technik brachte den Bauern aber nur die Hälfte des Milchertrages von heute und darüber hinaus mehr Arbeit.
Es war von Dr. Wallner ein sehr guter Vortrag, der alle Zuhörer zum Nachdenken veranlasste. Der Verbraucher hat es aber auch in der Hand, durch sein Kaufverhalten mitzuhelfen, diese Situation zu verbessern.

Alb-Bienenzüchter Verein, Kreisimkertag 2.11.2018, Gasthaus Ochsen/Heldenfingen

Einen sehr guten Besuch verzeichnete der diesjährige Kreisimkertag, der dieses Jahr vom Alb-Bienenzüchterverein Gerstetten organisiert wurde. Wir konnten mit Dr. Frank Neumann vom Staatlichen Untersuchungsamt Aulendorf  (Fachrichtung Bienengesundheit) einen sehr guten Referenten gewinnen.
Das Thema des Vortrages lautete: „Wabenhygiene und Bienengesundheit – Erkenntnisse aus dem Bienenwachs-Skandal“
Damit die Bienen gesund bleiben sollte auf eine strikte Wabenhygiene geachtet werden. Für den Imker bedeutet das, dass dunkle, noch schlechter schwarze Waben, grundsätzlich aus dem Volk genommen werden. Werden  braune Nosema-Flecken an den Waben festgestellt, so müssen auch diese Waben aus dem Volk genommen, und eingeschmolzen werden. 
Kalkbrut ist auch immer ein Thema und wird durch einen Pilz, dessen Sporen auf der Wabe und auf dem Körper der Bienen sitzen, hervorgerufen. In feuchten Beuten wird das Wachstum gefördert. 
Besonderen Umfang nahm natürlich auch die Behandlung der Varroatose ein. 
Die richtige Behandlung mit Ameisensäure und Oxalsäure sollten jedem Imker geläufig sein, um seine Bienen gut über das Jahr zu bringen.

Im zweiten Teil seines Vortrages ging Dr. Neumann auf die Bienenwachsproblematik ein. Auch bei den Imkern hält die weltweite Globalisierung Einzug. Durch die wachsende Zahl der Imker in Deutschland wird auch vermehrt Wachs zur Herstellung von Mittelwänden benötigt. Dieses Wachs haben sich einige wachsverarbeitende Betriebe günstigst in aller Welt, aber vor allem in China u. Polen besorgt. Weil Bienenwachs kein Lebensmittel und kein Bedarfsgegenstand ist, gibt es auch keine gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die wachsverarbeitenden Betriebe bekamen „Bienenwachs“ das mit Stearin und Paraffin gestreckt wurde. Die Imker bemerkten den Schaden bei Ihren Brutwaben, die teilweise bis zu 90 % Brutausfall hatten. Völker wurden immer schwächer und mussten teilweise aufgelöst werden. 
Deswegen an alle Imker der Aufruf, nur Wachs von den eigenen Bienen zum Herstellen der Mittelwände verwenden. Oder man besorgt sich Wachs von einem befreundeten Imker, der eigenes Wachs übrig hat. 

Vorstand Willi Miller bedankte sich bei Dr. Neumann für den kurzweiligen und informativen Vortrag mit einem Präsent. 

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