Termine

Alb-Bienenzüchterverein

Gerstetten e.V.

         

Die nächsten Termine

Sonntag 19.7.2020 10.00 bis 13.00 Uhr
Imkerfrühschoppen bei Daniel Pfauth Schweighausen 2, 73489 Jagstzell
Thema: Wabenhygiene im einteiligen Brutraum

Topright-wscamping
jahresprogramm

Termine 2020

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Übergabe der Teilnahmebescheinigungen für die Neuimker.

Mitgliederversammlung am 14.02.2020 im Gasthaus Ochsen in Heldenfingen

41 Vereinsmitglieder und etliche Interessierte an der Bienenzucht waren anwesend, als  Vorstand Willi Miller die Versammlung mit der Tagesordnung eröffnete.
Nach dem Totengedenken, bei dem wir von 3 Mitgliedern Abschied nehmen mussten, gab Willi Miller einen allgemeinen Überblick über die Imkerei. 
Die Verlustquote von Bienenvölkern hielt sich 2019 mit 15 % im Rahmen. Für den Winter 2019/2020 liegen jedoch verheerende Zahlen vor. Insbesondere im unteren Remstal und um Stuttgart sind die voraussichtlichen Verluste immens. Bei uns auf der Alb sind die Meldungen bis jetzt einigermaßen positiv. Die Varroamilbe ist nach wie vor unser Hauptproblem bei den Völkerverlusten. Es ist deshalb unbedingt notwendig, dass sich die Imker von Anfang Juli bis zum Jahresende um die Varroabelastung  ihrer Völker aktiv kümmern. Völkerkauf  im Internet ist gefährlich. Die Gefahr, Seuchen einzuschleppen wenn die Herkunft nicht zweifelsfrei geklärt ist, ist sehr groß.
Unser Verein hat ein Hauptziel:  Die Förderung der Bienenhaltung. 
Genauso wichtig ist uns aber auch die Mitwirkung im Naturschutz. Der Alb-Bienenzüchterverein versteht sich auch im gleichen Maß als Fürsprecher der für die Blütenbestäubung sehr wichtigen und in viel stärkerem Ausmaß bedrohten Wildbienenarten. Die Gründe der Bedrohung der Insekten sind bekannt und größtenteils wissenschaftlich belegt.
Ganz im Zeichen dieses Themas stand letztes Jahr der Kreisimkertag im November. Hier konnten wir mit einer großen Breitenwirkung Multiplikatoren erreichen und für eine bessere Vernetzung anderer Interessengruppen wie NABU, Obst- und Gartenbauvereine, Schwäbischer Albverein, Gemeinden, Politik und andere werben.
Sehr dankbar waren wir, dass der Bauernverband an dieser Veranstaltung teilnahm und sein Vertreter bei der Podiumsdiskussion  die Sicht seines Berufstandes vertrat. Große fachliche Expertise, aber auch einen fairen und sachlichen Umgang miteinander zeichneten die Veranstaltung aus. Die Imkervereine im Land sehen nicht den Einen Hauptschuldigen beim Artenrückgang. Der Kreisimkertag hat gezeigt, dass ein Umdenken in der ganzen Gesellschaft unbedingt notwendig ist, wollen wir die Entwicklung stoppen.
Seit Jahren bildet unser Verein zusammen mit der VHS in Gerstetten Neuimker aus. Das Angebot wird jedes Jahr sehr stark angenommen. Ähnlich sieht es im gesamten Verbandsgebiet aus. Dieses Jahr läuft aktuell wieder ein Imkerkurs, der sich über das gesamte Jahr erstreckt.
Unser Verein hat zusammen mit dem Bezirksimkerverein Heidenheim, mit dem wir seit Jahren in enger Verbindung sind, wieder ein gemeinsames Jahresprogramm erstellt, das ca. 10 Veranstaltungen über das Jahr vorsieht. Jedes Mitglied wird hier ein Thema finden, das ihn interessiert. Wir können nur immer wieder zu unseren Veranstaltungen einladen. Nehmt euch die Zeit und lasst euch bei eurem Verein schulen und inspirieren.  
Nach den Ausführungen des Vorstandes folgte der Bericht des Schriftführers Gerd Haberkorn. Er ließ die Veranstaltungen und Aktivitäten des Vereins 2019 noch einmal in Wort und Bild Revue passieren. Danach der Bericht unserer Kassiererin Ilka Reicherzer. Es wurde 2019 ein kleiner Überschuss erwirtschaftet und auch die Weiterentwicklung der Mitgliederzahlen war sehr erfreulich. Auch die Aufbereitung der Mitgliederstatistik war sehr aufschlussreich.
Sandra Weng, als Vertreterin der Kassenprüfer, hatte die Kasse im Vorfeld geprüft und die einwandfreie Führung festgestellt. Sie schlug die Entlastung der Kassiererin vor.  
Die gesamte Entlastung der Vorstandschaft  übernahm im Anschluss Hansjörg Köpf. Die Entlastung wurde einstimmig angenommen.
Wahlen:
Zur Wahl standen dieses Jahr der Schriftführer und die Kassiererin.
Gerd Haberkorn und Ilka Reicherzer wurden für weitere 4 Jahre einstimmig gewählt.
Ehrungen:
Für 60 Jahre Mitgliedschaft im Verein wurde Matin Burger aus Gussenstadt, 
für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Hans-Ulrich Hagmeier aus Gerstetten geehrt.
Neuimkerkurse 2019 u. 2020:
Willi Miller führte aus, dass der Verein seit vielen Jahren Imkerkurse unter der Regie von Andreas Müller durchführt. Der letzte Kurs, den Andreas 2019 durchführte hatte über 30 Teilnehmer. Er führte die Kurse  mit viel Herzblut und großem Engagement fast alleine durch und dies über viele Jahre neben der Arbeit des 1. Vorsitzenden. Dafür sprach Willi Miller ihm den allerherzlichsten Dank aus.
Wie manche wissen, ist Andreas Müller im Laufe des letzten Jahres ernstlich erkrankt. Dennoch hat er es sich nicht nehmen lassen, bis zur Restentmilbung den letztjährigen Kurs zu betreuen. Ganz herzlichen Dank Andreas und eine schnelle und gute Genesung. 
Willi Miller wird den Neuimkerkurs 2020 leiten.
Am Ende der Mitgliederversammlung wurden noch die Urkunden des Imkerkurses von 2019 an die Neuimker durch Willi Miller verteilt. 

Danke für die Spende an unseren Verein

Imker der Ostalb über das Insektensterben beunruhigt. 9.11.2019

Anette Lindenmaier bei der BegrüßungEin gutes Drittel ihrer ursprünglichen Bestände habe  die Insektenwelt im letzten Jahrzehnt eingebüßt, so schätzen die Fachleute die Misere ein und schlagen Alarm. Ganz im  Zeichen dieser Problematik stand der Kreisimkertag, zu dem der Alb-Bienenzüchterverein Gerstetten zusammen mit  dem Bezirksimkerverein Heidenheim am Samstag 9.11.2019 in die Hofschenke „Zum schwarzen Beck“ nach Dettingen eingeladen hatte.  Wenn es den Imkern um das Schicksal ihrer „Honigmacher“  geht, haben sie auch die bedrohten Wildbienen im Auge, deren Zahl auf 500 Arten geschätzt wird. Auch Hummeln  und Wildbienen sind wichtige Pflanzenbestäuber. Fachleute nahmen hierzu Stellung.  Den Vorträgen schloss sich eine Podiumsdiskussion an.
Das Thema hat nicht nur für die Imker großes Gewicht. Auch Roderich Kiesewetter MdB, Martin Grath MdL und fünf  Bürgermeister aus dem Kreisgebiet waren zum „Bienengipfel“ nach Dettingen gekommen, den Ortsvorsteherin Anette Lindenmaier eröffnete.

Aktuelle Bedeutung erhielt die Veranstaltung durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“, das für Willi Miller, den Vorsitzenden des Alb-Bienenzüchtervereins, und seinem Kollegen Claus Fähnle,  zu einseitig ausfällt.

Das Problem entbehre einer sachlichen Grundlage. Darum bemühte sich zunächst Dr. Werner Mühlen, Biologe und Ethologe (Münster) mit der sich selbst gestellten Frage „Wenn sich Bienen was wünschen könnten“. Darauf hatte eine Galerie bienenfreundlicher Pflanzen bereits Auskunft gegeben, die die Imker am Eingang der Halle aufgebaut hatten. Für  Mühlen gibt es weder gute noch böse Pflanzen. Nicht einmal die so oft gescholtenenen Thujen  seien böse. Stattdessen wünsche sich die Biene eine Vielfalt an nachhaltig wachsenden Blumen und Gehölzen. Steingärten lehnte Mühlen ab, Gabionen und Mauerareale aber könnten durchaus sinnvoll sein. Eidechsen und wärmeliebende Käfer fänden dort Heimat. Wie insektenfreundliche Biotope aussehen können, demonstrierte Thomas Lehenherr, an Beispielen der für ihre Biodiversität mehrfach prämierten Stadt Saulgau. Tümpel und Bachläufe wurden dort renaturiert und bepflanzt, Verkehrsinseln zum Blühen gebracht und Dauerwiesen angelegt. Der Erfolg nach 25-Jahren :  Der Eisvogel ist wieder da, 24 verschiedene Vogelarten stimmen ihre Lieder an und 17 Storchenpaare bereichern den Himmel über der Bäderstadt. 


Der Bauer ist  kein Alleinschuldiger

Sechs Sessel standen für die Podiumsdiskussion bereit, die Thomas Zeller, der Chefredakteur der Heidenheimer Zeitung, moderierte. Hubert Kucher, vom Bauernverband Ostalb-Heidenheim, hielt das Artensterben für ein komplexes Thema, an dem der Bauer keinesfalls die Alleinschuld trage. 400.000 Kühe gebe es im Land, aber auch die Immissionen von sechs Millionen Autos und jeden Tag würden sechs Hektar Landschaft für bauliche Zwecke „zubetoniert“. Dr. Werner Mühlen wollte im Bauern, der nur ein Prozent der Gesamtbevölkerung ausmache,  kein Feindbild sehen. Verursacher ist für ihn „der Kunde, der ein Schnitzel isst“. Wir leben, als wäre nichts passiert, meinte er. Wir müssten erst wieder die Tugend der Bescheidenheit erlernen. Für Dipl. Biologe Georg Krause sind die Handelswege zu sehr vernetzt. Bio-Milch beziehe man aus Österreich, Milch werde nach China verschifft und was die Pestizide anbetreffe, so habe man früher auch ohne diese Präparate leben können. Dem wollte Kucher nicht folgen. Die Umstellung auf Bio wäre für uns Bauern ein Leichtes meinte er, „wenn der Absatz gesichert wäre“. Dr. Mühlen empfahl eine differenzierte Betrachtung der Agrar-Chemie und verwies auf die riesigen Flächen, die die Flurbereinigung geschaffen habe.“Ohne Chemie  würden die Schadinsekten da förmlich explodieren“. Auf den Flächenverbauch der öffentlichen Hand sprach Thomas Zeller den Vertreter des Landratsamts, Georg Feth an.  Feth, der das Volksbegehren begrüßte, es gleichzeitig aber auch für bedenklich hielt, verwies darauf, dass das Kreisgebiet zu 90 Prozent im Wasserschutzgebiet liege. Die Folge seien  strenge Auflagen. Für ihn liefert die Landwirtschaft in der Bio-Musterregion des Landkreises  „beste Lebensmittel“. Steingärten würde Thomas Lehenherr zunächst nicht verbieten. Unkrautjäten sei unbequem, überzeugen aber könne man die Leute vom Nutzen eines blühenden Gartens. Krause bekräftigte dies. Für  Dr. Mühlen ist es sogar Pflicht, den gepflegten Wildgarten als schön zu empfinden. Beim Thema Chemie regte sich Kuchers bäuerliches Herz. Er brauche als Nutzer von Agrarchemie eine Ausbildung und dürfe die Präparate nur in feinsten Dosierungen anwenden,  in privaten Gärten werde hingegen Glyphosphat mit der Gießkanne ausgebracht. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wurde dem Publikum Gelegenheit für Fragen und Meinungsbeiträge gegeben.  (bi). 

Podiumsdiskussion von links: Kreisverwaltungsdirektor Georg Feth, Diplom-Biologe Georg Krause, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Ostalb-Heidenheim Hubert Kucher, HZ-Redaktionsleiter Thomas Zeller, Umweltbeauftragter der Stadt Saulgau Thomas Lehenherr, und Dr. Werner Mühlen vom Bieneninstitut Münster/Westfalen.

  

Waldbegehung

Am Donnerstag  6.6.2019 waren die Imker des Kreises Heidenheim bei Ballendorf-Mehrstetten bei einer  Waldbegehung unterwegs. Ziel dieser Begehung war festzustellen, wie dieses Jahr der Lausbesatz an den Triebspitzen der Nadelbäume ist. Dies ist deshalb für uns Imker wichtig, weil die Population der verschiedenen Lausarten an den Nadelbäumen entscheidend ist, ob dieses Jahr vom Wald noch Waldhonig zu erwarten ist. 
Wir hatten uns dazu einen Fachmann auf diesem Gebiet auf die Alb eingeladen. Thomas Lorenz, Obmann für Trachtbeobachtung für Württemberg, begleitete uns durch den Wald und zeigte uns einige Lauspopulationen an den Austrieben der Fichten, die bei uns hauptsächlich als Wirtsbaum vorkommen. Es waren einige Populationen zu sehen, aber ob das dieses Jahr für eine Waldtracht ausreicht, das ließ der Fachmann offen. Es hängt alles vom weiteren Verlauf des Wetters ab ob sich noch in dem ein- oder anderem Waldgebiet  eine Tracht entwickelt.
Im Anschluss an die Waldbegehung trafen wir uns im Sportheim in Ballendorf zur theoretischen Nachbetrachtung des im Wald gesehenen. Es war ein interessantes Thema, das uns Imker wieder etwas tiefer in die Geheimnisse der Imkerei führte. 

Geoparkfest in Gerstetten

Die Wettervorhersagen waren alles andere als gut für den Sonntag 5.5.19. Unser Verein hat sich aber dennoch entschlossen, sich an dem Event zu beteiligen. Am Morgen haben wir unseren Stand bei Temperaturen von 4 Grad Celsius aufgebaut. Im Laufe des Tages stieg die Temperatur auf ca. 9 Grad Celsius an. Bis auf einen Graupelschauer am Nachmittag sind wir von Regen verschont worden. Am Ende waren sich alle einig, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Es kamen wieder, trotz der kalten Temperatur, viele Interessierte Besucher an unseren Stand und informierten sich über unsere vielseitigen Produkte. Herzlichen Dank.

Zuchtstoff ab sofort

Ab 6. Mai ist Zuchtstoff bei Sygun Braun-Schön in Gussenstadt von unserer Zuchtkönigin erhältlich.
Termin nach Absprache, Tel. 07323/920932.

Bretzgenmarkt mit dem Tag der Imkerei, 14.4.19

Mit unserem Tag der Imkerei beim Bretzgenmarkt hatten wir dieses Jahr wettermäßig wieder Glück. Es war am Morgen beim Aufbau unseres Standes noch sehr frisch. Die Temperatur stieg jedoch zum Mittag hin an und das merkte man auch an dem Ansturm durch die  vielen Marktbesucher. 

Wir waren wieder sehr erfreut, dass unseren Stand  so viele interessierte Menschen (groß und klein) besuchten und sich Information über die Bienen holten. Wir hoffen, dass wir wieder einen Beitrag leisten konnten, der Bevölkerung zu erklären, wie wichtig die Bienen und die Bestäubung in unserem Ökokreislauf sind.
Unsere Imkerprodukte wurden natürlich auch sehr stark nachgefragt. Wir hatten Blüten- , Sommer- , und Waldhonig im Angebot der von den Wiesen und Wäldern rund um die Region von Gerstetten stammte und sehr guten Absatz fand.
Auch boten wir wieder Blühmischungen an, die nun ausgesäht werden und den Insekten zu Gute kommen.
Auch hatten wir dieses Jahr Met, Wachstücher  und versch. Imkereiprodukte im Angebot die gut nachgefragt wurden.
Auch unsere Fotobeute war immer dicht belagert,  um über die Organisation der Bienen im Stock etwas zu erfahren.  
Noch einmal herzlichen Dank für das rege Interesse der Bevölkerung von nah und fern an unserem Info-Stand. 

Gute Nachricht von Sygun Braun-Schön: Die Zuchtkönigin ist gut durch den Winter gekommen und wird von Ihren Arbeiterinnen umgarnt.

(19.03.2019)

Mitgliederversammlung am 19.01.2019 im Ochsen in Heldenfingen

Eigentlich sollte Dr. Wallner um 14 00 Uhr mit seinem Vortrag über „Bienensterben – Biodiversität“ beginnen, aber unsere A8 war wieder einmal verstopft. Somit begann unser Vorstand Willi Miller mit der Mitgliederversammlung und gab seinen Jahresrückblick an die sehr zahlreich anwesenden Mitglieder. In der Zwischenzeit erreichte auch Dr. Wallner Heldenfingen und konnte mit seinem Vortrag beginnen (siehe unten).
Nach dem Vortrag von Dr. Wallner wurde die Mitgliederversammlung mit den Berichten des Schriftführers Gerd Haberkorn und der Kassiererin Ilka Reicherzer fortgesetzt. Es wurde gut gewirtschaftet und die Kassiererin konnte von einem Zuwachs in der Kasse berichten. Sandra Wenig hat die Kasse zusammen mit Markus Pfeffer geprüft und alles in Ordnung befunden. Somit konnte Hans Beißwanger die Entlastung der  gesamten Vorstandschaft bei den Mitgliedern beantragen. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
Den Punkt Wahlen leitete der 2. Vorstand Volker Sigmund. Zur Wahl stand an der 1. Vorstand Willi Miller und ein Ausschussmitglied als Nachfolger des aus persönlichen Gründen ausscheidenden Mitglieds Günter Ilg. Willi Miller war nur auf 2 Jahre als Vorstand gewählt, weil Andreas Müller nur die Hälfte seiner 3. Amtszeit zur Verfügung stand. Willi Miller wurde einstimmig für die Dauer von 4 Jahren wieder zum Vorstand gewählt. Neu in den Ausschuss wurde einstimmig Martin Mack aus Gnannenweiler gewählt. 
Bei dem Punkt Ehrungen wurden 3 Vereinsmitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Für
   40 Jahre Erich Wolfmaier
   25 Jahre Hermann Eberhardt
   25 Jahre Michael Luehr
Am Ende der Mitgliederversammlung konnte Andreas Müller, als Leiter des Imkerlehrganges 2018, die Teilnahmebescheinigungen an 21 erfolgreiche Lehrgangsteilnehmer übergeben.
Die Bestäubung der Blüten auf der Alb ist also gesichert. Hoffentlich verbessert sich das Nahrungsangebot unserer Insekten wieder in den Fluren aber auch in den privaten Gärten, indem die Besitzer Blumen, Sträucher, Pflanzen und Bäume pflanzen die Nektar und Pollen produzieren.
Das Bild zeigt die Imkerlehrgangsteilnehmer mit ihren Urkunden.

Bienensterben - Biodiversität

Vortrag von Dr. Wallner von der Uni Hohenheim bei der Mitgliederversammlung am 19.01.2019
In Mitteleuropa gibt es ca. 560 Bienenarten die aber von Jahr zu Jahr weniger werden. ¾ der Wildbienen leben im Boden und ¼ lebt oberirdisch.
In Deutschland sind 16,5 Mio. ha landwirtschaftlich genutzte Fläche. Das sind ca. 50% der Fläche der BRD. Von diesen 16,5 Mio. ha werden 71 % ackerbaulich genutzt, 28 % sind Dauergrünland und auf 1 % der Fläche werden Dauerkulturen angebaut. 
Die häufigsten Ackerkulturen sind Getreide, auf 56 % der Ackerfläche, Mais (17 %) und Raps (12 %).
Der Maisanbau hat sich seit den 60er Jahren verfünffacht. Der Anbau von Futterpflanzen (Leguminosen) hat sich in dieser Zeit um grösser 80% reduziert. Grund für die Veränderungen waren die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Fütterung (Silage), Mechanisierung, Intensivierung, Spezialisierung und die Betriebsvergrößerungen in der Landwirtschaft.     
Ein großes Problem bei den Grünlandflächen ist die heutige Vergrasung. Das bedeutet, dass durch den ständigen Grasschnitt (wegen Silage) sich nur noch Gräser durchsetzen und die Wiesenblumen keine Chance mehr haben zu blühen und Samen zu bilden für Ihren Bestand. Dadurch wird den Insekten die dringend benötigte Nahrung (Pollen und Nektar) entzogen und sie gehen im Bestand drastisch zurück. Durch den Rückgang der Insekten werden natürlich auch andere Arten, die sich von den Insekten ernähren,  (z.B. Vögel) in ihrem Bestand dezimiert.
Dr. Wallner versuchte zu erklären, dass hier die verantwortungsvollen Landwirte zu Unrecht mit ihren zugelassenen  Spritzmitteln für den Rückgang dieser Arten verantwortlich gemacht werden. Der Wirkstoffeintrag durch Pflanzenschutzmittel findet vor allem nur während der Obst- und Rapsblüte statt. Es fehlen aber in dieser Zeit alternative, wirkstofffreie Blüten, weil auf den Grünflächen keine Blütenpflanzen mehr vorhanden sind. Dadurch entstehen keine Verdünnungseffekte. Aufgrund der heutigen Nachweisgrenzen (0,001mg/kg) können Spuren von Pflanzenschutzmitteln  auch noch im Herbst gefunden werden. Dies muss aber richtig interpretiert werden und natürlich weiter verbessert werden. (z. B. durch Fit Bee Projekt und der Applikationstechnik im Raps)
Wie kann eine Balance im Grünland erreicht werden ?
Durch wirkstofffreie Blüten von artenreichen Pflanzengesellschaften (Heubewirtschaftung)
Feldfutterbau mit Luzerne, Esparsette, Kleearten usw.
dem stehen aber die niedrigen Milch- und Fleischpreise gegenüber.
Förderprogramme für Heumilchbetriebe
Wie können Handelsriesen eingebunden werden.
Verbraucheraufklärung, welche verheerende Wirkung die „Geiz ist geil“ Mentalität auf das Landschaftsbild, die Pflanzengesellschaften, die Nahrungskette usw. hat.
Aufnahme der Thematik in die Lehrpläne der Schulen.
Wie kann eine Balance im Ackerbau erreicht werden ?
mehr Ökolandbau
Pflanzenschutzmaßnahmen auf den Prüfstand stellen
Spritztechnik verbessern  (Dropleg im Raps)
Zusätzliche Blüten durch Blühstreifen
geeignete Bäume und Sträucher am Ackerrand
Biogas aus Blütenpflanzen  (Silphie u. a. )
Früher durch die Heuwirtschaft und das nur 2- malige mähen der Wiesen, konnten  die Blumen aussamen und die Insekten sich ernähren. Diese Technik brachte den Bauern aber nur die Hälfte des Milchertrages von heute und darüber hinaus mehr Arbeit.
Es war von Dr. Wallner ein sehr guter Vortrag, der alle Zuhörer zum Nachdenken veranlasste. Der Verbraucher hat es aber auch in der Hand, durch sein Kaufverhalten mitzuhelfen, diese Situation zu verbessern.

Alb-Bienenzüchter Verein, Kreisimkertag 2.11.2018, Gasthaus Ochsen/Heldenfingen

Einen sehr guten Besuch verzeichnete der diesjährige Kreisimkertag, der dieses Jahr vom Alb-Bienenzüchterverein Gerstetten organisiert wurde. Wir konnten mit Dr. Frank Neumann vom Staatlichen Untersuchungsamt Aulendorf  (Fachrichtung Bienengesundheit) einen sehr guten Referenten gewinnen.
Das Thema des Vortrages lautete: „Wabenhygiene und Bienengesundheit – Erkenntnisse aus dem Bienenwachs-Skandal“
Damit die Bienen gesund bleiben sollte auf eine strikte Wabenhygiene geachtet werden. Für den Imker bedeutet das, dass dunkle, noch schlechter schwarze Waben, grundsätzlich aus dem Volk genommen werden. Werden  braune Nosema-Flecken an den Waben festgestellt, so müssen auch diese Waben aus dem Volk genommen, und eingeschmolzen werden. 
Kalkbrut ist auch immer ein Thema und wird durch einen Pilz, dessen Sporen auf der Wabe und auf dem Körper der Bienen sitzen, hervorgerufen. In feuchten Beuten wird das Wachstum gefördert. 
Besonderen Umfang nahm natürlich auch die Behandlung der Varroatose ein. 
Die richtige Behandlung mit Ameisensäure und Oxalsäure sollten jedem Imker geläufig sein, um seine Bienen gut über das Jahr zu bringen.

Im zweiten Teil seines Vortrages ging Dr. Neumann auf die Bienenwachsproblematik ein. Auch bei den Imkern hält die weltweite Globalisierung Einzug. Durch die wachsende Zahl der Imker in Deutschland wird auch vermehrt Wachs zur Herstellung von Mittelwänden benötigt. Dieses Wachs haben sich einige wachsverarbeitende Betriebe günstigst in aller Welt, aber vor allem in China u. Polen besorgt. Weil Bienenwachs kein Lebensmittel und kein Bedarfsgegenstand ist, gibt es auch keine gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die wachsverarbeitenden Betriebe bekamen „Bienenwachs“ das mit Stearin und Paraffin gestreckt wurde. Die Imker bemerkten den Schaden bei Ihren Brutwaben, die teilweise bis zu 90 % Brutausfall hatten. Völker wurden immer schwächer und mussten teilweise aufgelöst werden. 
Deswegen an alle Imker der Aufruf, nur Wachs von den eigenen Bienen zum Herstellen der Mittelwände verwenden. Oder man besorgt sich Wachs von einem befreundeten Imker, der eigenes Wachs übrig hat. 

Vorstand Willi Miller bedankte sich bei Dr. Neumann für den kurzweiligen und informativen Vortrag mit einem Präsent. 

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